Johannesbote
Grzegorz Bajer
Kaplan
"Übergang"
Liebe Schwestern und Brüder,
der Februar führt uns in eine besondere Zeit des Kirchenjahres. Die Weihnachtsfreude klingt nach, und zugleich richtet sich unser Blick bereits auf den Weg hin zur österlichen Bußzeit. In diesem Spannungsfeld lädt uns der Monat ein, innezuhalten und unseren Glauben neu zu vertiefen.
Durch das ständige Wiederkehren der kirchlichen Feste werden wir dazu eingeladen, uns darauf zu fokussieren, was in unserem Leben wirklich wichtig ist. Besonders in der heutigen Welt, wo so viel passiert, ist es schwer zu entschleunigen. Aber erst wenn wir uns besinnen, können wir diese Zeit mit Freude erleben. Oft suchen wir Gott um uns herum, aber es reicht in unser Herz zu schauen – dort finden wir Ihn. Dazu braucht man Ruhe.
Mit dem Fest der Darstellung des Herrn (Mariä Lichtmess) am 2. Februar erinnern wir uns daran, dass Christus das Licht der Welt ist – ein Licht, das Orientierung schenkt, Hoffnung gibt und unser Leben erhellen möchte. Gerade in den oft noch dunklen Tagen des Winters dürfen wir dieses Licht bewusst in unser Herz aufnehmen und weitertragen.
Am 18. Februar beginnt mit dem Aschermittwoch die österliche Vorbereitungszeit. Sie ist eine Einladung zur Umkehr, zur Besinnung und zur Erneuerung unseres Glaubens. Kleine Schritte der Nächstenliebe, des Gebets und der Achtsamkeit können Großes bewirken – in uns selbst und in unserer Pfarrei.
Lasst uns in dieser Zeit, gestärkt durch die Heiligen, Christi Liebe verkörpern: nicht vorgetäuscht, sondern echt, das Gute vorziehend, mit tiefer Ehrfurcht voreinander.
Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Februar und Gottes reichen Segen auf all Ihren Wegen.
Ihr Kaplan
Grzegorz Bajer